OsMoDroid GPS-Tracker & OsmAnd-Navigations App im Test - Kostenfreies Tracking per Smartphone

OsMoDroid Tracking
Am bekanntesten ist wohl das Tracking mit Geräten von SPOT über die Trackleaders Plattform. Auf langen Reisen in unbekannte Länder und autarken Touren durch sehr abgelegene Gegenden oder generell unsicherer politischer Situation hat der SPOT mit seiner SOS-Funktion absolut seine Berechtigung. Das Tracking und der SOS-Notruf funktionieren über Satelliten und ohne Internetverbindung, was das SPOT-Tracking an nahezu jedem Ort weltweit funktionieren läßt.

Leider sind die Geräte von SPOT nicht gerade günstig. Die Kosten des Gerätes über die Jahre der Nutzung würden sich auf solchen Touren zur eigenen "Sicherheit" und um ein regelmäßiges Lebenszeichen an Freunde und Familie auch ohne Internet-Verbindung von unterwegs geben zu können, wieder amortisieren. Um den Service nutzen zu können muß man zusätzlich einen Servicevertrag abschließen wofür sich die jährlichen Kosten für die Basisversion auf 164€ belaufen. Wie schon erwähnt, bei langen Reisen ins Ausland ist das SPOT-Tracking mit SOS-Notruf Möglichkeit mit einem gewissen "Sicherheitsbedürfnis" nach eigenem Ermessen geläufig, aber eben nicht günstig. Nebenbei kann man den Verlauf der eigenen Strecke online zur Verfügung stellen und sich "verfolgen" oder schöner gesagt online begleiten lassen, was der Unterhaltung der daheim Gebliebenen oder dem Abgleich der momentanen Position bei Gruppen-Events dient.

Wenn man das Tracking per SPOT für solche Events wie Bikepacking, Self-support Adventures, Trekking, Running oder Outdoor-Aktivitäten generell ein paar oder gar nur einmal im Jahr nutzen möchte, sind die jährlichen Service-Kosten neben dem Kaufpreis für das Gerät an sich ein Haufen Holz!

Eine Alternative wäre noch die Miete eines SPOT über einen gewünschten Zeitraum, worüber man sich mit dem Geräte und Service über Trackleaders schon mal vertraut machen kann, aber günstig ist das eben auch nicht. Bei meiner Mietanfrage über 12 Tage haben sich so für den SPOT Gen3 incl. Basis-Tracking 68€ zzgl. 150€ Kaution ergeben. Die Summe muß man vorab überweisen, damit der Mietvertrag zustande kommt. Auch wenn die Kaution nach der Rücksendung des Gerätes wieder erstattet wird, sind so erst mal ~220€ weg! 

Nicht jeder kann oder möchte so viel Kohle für ein Event-Tracking ausgeben.

Da mein Bikepacking Buddy Carsten aka LITEMOUNTAINGEAR und ich dieses Jahr an der Candy B. Graveller teilnehmen und ich bei weiteren Bikepacking-Abenteuerfahrten wie der Trans Germany und event. auch dem Harzer Roller dabei bin, haben wir uns nach Alternativen zum SPOT umgesehen weil bei diesen Events bzgl. Tracking noch nichts in trockenen Tüchern ist.

Als eine Möglichkeit und kostenlose Alternative für solche Events sind wir auf das kostenlose Tracking über die OsMoDroid GPS-Tracker App per Smartphone gestoßen. Voraussetzung dafür ist allerdings - im Vergleich zum SPOT-Tracking - eine bestenfalls bestehende Internetverbindung, was mit der weitestgehenden Netzabdeckung und dem Tracking in Deutschland kein Problem darstellen sollte.


Inhalt: 

 

OsMoDroid GPS-Tracker App

  • Installation und Funktionen
  • Gruppen
  • SOS-Funktion


Desktop Anmeldung und Funktionen

OsmAnd Navi App

Akkuverbrauch

 

Ungereimtheiten

  • OsMoDroid
  • Desktop Einstellungen
  • OsmAnd 


Akkuverbrauch

Zusammenfassung


Vorweg und zum Abgleich mal mein verwendetes Smartphone, da es je nach Hersteller, Modell und Software zu Abweichungen bei der Darstellung, Geschwindigkeit und Laufzeit durch die verwendete Hardware kommen kann. Hier habe ich natürlich keine Vergleichswerte und meine Ergebnisse sollten nur als Annäherungswerte betrachtet werden.

Zur Zeit nutze ich ein Samsung Galaxy S5 Mini (SM-G800F) mit 1,6GB RAM, 2100mAh Akku und aktuellem Android 6.0.1 Marshmallow. Mit dem Smartphone habe ich für diesen Test auch sämtliche Daten gesammelt. Für eine angenehmere Ansicht bei meinem Blog Layout habe ich die meißten Screenshots im Querformat aufgenommen. Also los gehts!


OsMoDroid GPS-Tracker App

 

Installation und Funktionen

 

Ansicht beim öffnen der App
Der OsMoDroid GPS-Tracker ist als App für Android und iOS erhältlich. Unmittelbar nach dem Download ist der Tracker auch schon einsatzbereit. Für das Tracking ist keine weitere Anmeldung oder Registrierung nötig. Nur noch das GPS einschalten und nach dem Fix ist die App dann offiziell bereit zu tracken.

Nun werden sich einige fragen, warum mein Nick "Quasi Nitro" in der App zu sehen ist - man muß sich nicht registrieren, kann es aber um zusätzliche Funktionen nutzen zu können. Das beinhaltet z.B. auch die Vergabe einer Geräte gebundenen TrackerID weswegen ich meine geschwärzt habe. Daher erfolgt meine weitere Dokumentation als registriertes Mitglied. Zu den erweiterten Funktionen nach der Registrierung komme ich dann weiter unten.

Über das Skin ohne Registrierung kann ich so nichts sagen, aber vermutlich ist dann eben kein Nick zu sehen...


Link zur Karte nach dem Start
Nachdem man nun das Tracking mit "Start" begonnen hat, erscheint ein Link zur Online-OSM-Karte, was je nach Stärke des Mobilfunknetzes schon mal ein paar Sekunden dauern kann. Den Link kann man nun zum einen über das Teilen Icon auf verschiedenen Netzwerken weitergeben.



Kartenansicht im Smartphone Browser
Zum anderen öffnet sich nach dem Antippen des Link über den Browser die OSM-Seite mit der Karte. Hier stehen der Kartentyp zur Auswahl und  sämtliche Infos zur eigenen Position zur Verfügung. Die Karte kann per pinch to zoom auf die gewünschte Größe gebracht werden.



Anmeldung als Option
Eingeloggt!
Wenn man sich wie in meinem Fall schon registriert hat, kann man das Menü im Browser öffnen und auf der Website anmelden.



OSM Startbildschirm nach erfolgreichem Login
Nun ist auch der eigene Nick sichtbar, worüber man direkt zu den Settings gelangt. Genauso würde man sich auch über den Browser am Laptop anmelden, aber Achtung!!!

Hierbei unbedingt darauf achten, daß die Registrierung NUR direkt über die OsMoDroid App funktioniert und NICHT über den Browser per Laptop!

Ein seltsames Registrierung-Prozedere, was mich am Anfang fast zur Verzweiflung gebracht hat, aber so funktioniert die Anmeldung nun reibungslos. Auf die Desktop-Anmeldung gehe ich weiter unten noch mal ein. Nun erst mal wieder zurück zur App ⇛



Besucheransicht
Auf dem Laptop aus sieht es der Besucher dann so, wenn er dem geteiltem Link folgt um den "Tracker" bei seiner Reise online zu begleiten.



Kartenansicht direkt aus OsMoDroid heraus
Während des Tracking kann man im Menü (links oben neben dem OsMoDroid Logo) verschiedene Informationen abrufen. Ich führe hier nur mal zwei Funktionen an, welche für mich während des Tracking nützlich erschienen. Hin und wieder habe ich die Kartenansicht aufgerufen um die eigene Position zu kontrollieren. Diese Karte startet allerdings direkt aus der App und nicht wie über den Link im Browser.



Menü 1
Menü 2
Im Menü ist nach Bedarf noch einiges mehr an Infos  abrufbar und auch ganz hilfreich.



Tracking Statistik
Per Statistik habe ich mir gerne mal schnell einen Überblick von sämtlichen Tracking-Daten gemacht.



Track speichern
Wenn man am Ziel angekommen ist, wird das Tracking per "Stoppen" beendet und der Track über "Ok" im Smartphone gespeichert. Gleichzeitig wird der Track auf dem Server im Account abgelegt.



gespeicherte Tracks
Anzeigeoptionen
Die abgelegten Tracks im Telefonspeicher können über das Menü aufgerufen werden. Bei gesetztem Haken für den gewünschten Track und nachträglichem antippen kann man zwischen Kartenansicht, Statistik oder Löschen wählen.



Zusammenfassung
Track Übersicht
Hier erhält man nochmal eine Zusammenfassung der Tourdaten oder dem kompletten Track auf der Karte.



Online Ansicht nach Beendigung des Tracking
Wenn man das Tracking beendet hat und den geteilten Link nochmals selbst oder eben der "Verfolger" aufruft, wird die Tour bzw. der Trackingverlauf in der Kartenansicht zusammenfassend gezeigt und als beendet gekennzeichnet.




Gruppen



Gruppenauflistung
Für Solo-Touren reicht das Tracking wie oben beschrieben völlig aus. Möchte man bei Events mehrere Teilnehmer und deren Position dabei tracken, kann man hierzu Gruppen anlegen. Ich habe dafür mal exemplarisch zwei Gruppen "Drei-Gleichen" / "Trans Germany 2017" und Carsten die "Candy B. Graveller" angelegt - rein zu Testzwecken, klaro ;- )



Beispiel Gruppenansicht mit LITEMOUNTAINGEAR und mir aka Quasi Nitro
Eine Gruppe kann man direkt in der App anlegen und die Links dazu an die Teilnehmer versenden. Nachdem die einzelnen Teilnehmer der Gruppe, per App oder nach Registrierung auch online beigetreten sind, kann man diese nun in der Karte sehen. Hier können untereinander kurze Nachrichten per Chat unter "Benachrichtigungen" in der App ausgetauscht werden. Positionen, Treffpunkte, Cache bis hin zum Smalltalk sind darüber möglich.




SOS-Funktion



Notruf - bei SOS Betätigung roter Bildschirm!
Das Absetzen eines Notrufes per "SOS" Button ist so im Notfall über die Benachrichtigungsfunktion auch möglich, aber eben nur bei bestehender Internetverbindung. Über die "Familie" Funktion ist es so vorgesehen, daß hier sämtliche Mitglieder mit ihren Smartphones gelistet sind und in einer Notsituation beim betätigen des "SOS" Button eine Vollbildnachricht mit einem Ton erhalten. Per Fernbedienung läßt sich zusätzlich auf die Smartphones der "Familie" zugreifen, wozu ich weiter unten noch mal kurz eingehe. Auch wenn die Netzabdeckung in Deutschland größtenteils vorhanden ist, sollte man sich auf den Notruf im Bedarfsfall nicht ausschließlich verlassen und es ehr als zusätzliche Option sehen.




Desktop Anmeldung und Funktionen




Desktop Ansicht
Wie aus der App heraus, kommt man auch über die Anmeldung per  Desktop auf die OSM-Seite.



Desktop Ansicht mit Link zum aktuellen Tracking
Schlicht gehalten, aber ausreichend informativ. Bei aktivem Tracking erscheint im oberen Bereich der selbe Link wie in der App nach dem Start. Über diesen kommt man wieder zur Karte wie über den Browser im Smartphone. Quasi alles schon bekannt, aber am Desktop etwas übersichtlicher und komfortabler, weil eben größer.



Desktop Ansicht Gruppenübersicht & Trips
Darunter sind die Gruppen gelistet, welche man selbst erstellt oder beigetreten ist. Über das Häkchen kann man die eigene Sichtbarkeit in der Gruppe zulassen oder verbergen.

Als nächstes erscheinen immer die letzten 6 Trips, von welchen sich zwar die GPX-Tracks downloaden, aber die Trips selber nicht löschen lassen. Diese rutschen bis zu einer definierten Anzahl nach, welche ich noch nicht heraus gefunden habe und werden dann scheinbar selbstständig gelöscht...



Familie - Fernbedienungs Option
In den Settings ist das verwendete Smartphone gelistet. Einmal als Standard und nochmals komplett fernbedienbar. Aber was bedeutet fernbedienbar?


Diese Frage habe ich mir auch gestellt und über das Ausprobieren bin ich darauf gekommen; man kann sämtliche aufgelistete Funktionen fern steuern. Diese Funktion soll der Überwachung oder Beobachtung von Familien-Mitgliedern dienen.

Der "Große Bruder" macht mir hier wirklich etwas Angst. Sollte jemand den Account knacken oder einfach nur mein Passwort beim Login abfangen, wäre die totale Kontrolle über meine Daten auf dem Smartphone und noch viel mehr wahrscheinlich nur eine Fingerübung. Zum Glück läßt sich die für mich fragwürdige Funktion löschen, was ich nach dem Testzeitraum und nun besserem Gefühl auch getan habe.

Der komplette Funktionsumfang der App wird auf der Entwicklerseite von OsMoDroid nochmal ausführlich beleuchtet.




OsmAnd Navi App

 

OsmAnd Navigation
Dem ersten Anschein nach ist OsmAnd eine Navi-App unter vielen. Hier verbirgt isch aber noch ein feines Gimmick in Verbindung mit dem Tracking.



Navigation und Tracking im Zusammenspiel
Mit dieser App läßt es sich nicht nur über die hervorragenden OSM-Karten navigieren, sondern hier wird gleichzeitig OsMoDroid bei gestartetem Tracking eingebunden. Dabei ist eine Registrierung nicht vorgesehen, aber bei eingeloggtem OsMoDroid erkennt das OsmAnd und der Nick wird angezeigt. Per GPX-Button startet man die Aufzeichnung der Tour und kann sich die Position natürlich auch ohne die den Start des Tracking anzeigen lassen und über die Karte orientieren.



Notwendige Plugins
Empfehlenswert ist es, sich vorher die Plugins Online-Karten, Streckenaufzeichnung und OpenStreetMap Überwachung zu aktivieren, damit man die o.ä. Funktion auch nutzen kann.



OsMo Dienst
Datenübertragung
Danach sollten zum einen die OsMo-Dienst und zum anderen das Übertragen der Position eingeschaltet werden, damit OsmAnd die Position und das Tracking in der Karte anzeigen kann. Das kann wieder einige Sekunden dauern, bis die Verbindung zum Server hergestellt ist und der Reiter Übertragung der Position erscheint.



Anmeldung über OsmAnd
Gruppen
Direkt aus der App heraus ist es hier möglich sich bei OSMoDroid anzumelden. So hat man über OsmAnd auf das Tracking und die Navigation zugriff, was das Handling deutlich vereinfacht. Hier kann man wieder auf die Gruppen zugreifen, beitreten, Sichtbarkeit zulassen usw.. Die Ansicht ist etwas anders wie über OsMoDroid oder per Desktop, aber letztendlich erfolgt der Zugriff immer über den selben Server auf den eigenen Account. D


Die OSM-Karten selbst funktionieren über die App zwar offline, aber die OsMDroid-Trackingfunktion  wie gehabt nicht ohne Internetverbindung. Damit beim Start der App automatisch eine Verbindung mit OsMoDroid  aufgebaut wird und man zusätzlich Infos über die Tracking-Gruppen erhalten möchte, sollten all diese Häkchen gesetzt sein.

Natürlich ist der Funktionsumfang der App deutlich größer, aber ich habe hier nur mal die wichtigsten Funktionen erwähnt, welche für die Konnektivität  beider Apps notwendig sind.



Track speichern
Nach dem ganzen Einstellungslatein wieder zurück zur eigentlichen Navigation bzw. dem Tracking. Beim beenden der Tour wird die Aufzeichnung über den GPX-Button wieder beendet. Über Track jetzt speichern wird der Track als GPX-Datei auf der Speicherkarte abgelegt.


Speicher-Ordner
Ordner nach Wahl
Hier kann man den vordefinierten Ordner verwenden oder einen eigenen auswählen. Jedenfalls sollte man sich den Ordner merken, um später auf den Track zurück greifen zu können, da es aus der App heraus nicht funktioniert. Umständliche Lösung!



gespeicherte Tracks unter OsMoDroid abgelegt
Verwirrender Weise werden die Tracks unter OsMoDroid im Gerätespeicher oder je nach Einstellung auf der SD-Karte abgelegt. Wenn man den Ordner ausfindig gemacht hat, kann man sich die Tracks in OsmAnd, direkt aus OsMoDroid oder einer anderen Navi-App anzeigen lassen und in Netzwerken oder mit Kontakten teilen.




Die kostenlosen Version von OsmAnd  beinhaltet bis zu 7 Kartendownloads für die offline Navigation. Nach dem Download und der Installation wird bei eingeschaltetem GPS der eigene Standort ermittelt und eine Karte für das Bundesland vorgeschlagen, welche man nur noch downloaden braucht. Alles ziemlich intuitiv und in kurzer Zeit hat man eine stimmige Navi-App mit den Klasse OSM-Karten zur Hand. Allerdings sind nach dem 7. Kartendownload Gebühren fällig und für 1,79€ im Monats-Abo stehen einem immer aktuell sämtliche Karten weltweit zur Verfügung. Wer die App oft an verschiedenen Orten auf unserem Planeten verwenden möchte, bekommt hier eine doch recht günstige Möglichkeit, sehr detailliertes Kartenmaterial auf dem neusten Stand nutzen zu können.




Akkuverbrauch 

 

Akkuverbrauch ist nicht ohne!
Da die stetige Satellitensuche und Verbindung zum Server ordentlich Akku kosten ist die Achillessehne der Apps. Ich hab mal die Verbräuche mit unterschiedlich vielen und gleichzeitig laufenden Apps ermittelt. Das sind natürlich nur Annäherungswerte da mein Akku schon knapp zwei Jahre runter hat. Ein Smartphone mit größerem und neuem Akku kann deutlich längere Laufzeiten möglich machen.

Hier nun mal meine so ermittelten Stundenverbräuche:


  • GPS, OsMoDroid, OsmAnd, Strava ca. 17,5% / h
  • GPS, OsMoDroid, Strava ca. 15% / h
  • Strava ca. 10% / h

Bei meinen Tagestouren lasse ich Strava immer mitlaufen, was man theoretisch raus rechnen könnte. In der Praxis ist der Akkuverbrauch nur für das Tracking doch etwas höher. Während des Tracking habe ich auch einige Screenshots gemacht, die Apps kontrolliert und mal zwei Fotos geknipst. Das kostet natürlich auch Strom. Daher würde ich den Akkuverbrauch für das reine Tracking mit eingeschaltetem GPS und der OsMoDroid App auf 10%-15%/h - je nach Akkuzustand - einschätzen.

Schön gerechnet kommt man somit über einen 10 Stundentag auf dem Rad. Da das Smartphone nebenbei noch für diverse andere Anwendungen genutzt wird, ist diese Laufzeit praktisch nicht zu erreichen.

Daher ist für das Tracking über längere Zeit eine externe Stromversorgung unerläßlich. Ein paar Tage würde man mit Ersatzakkus oder einer entsprechend starker Powerbank die Stromversorgung aufrecht erhalten können, aber am unkompliziertesten sehe ich die Stromzufuhr über einen Nabendynamo in Verbindung mit einem Ladeadapter.




Ungereimtheiten

 

OsMoDroid

 

Nach dem Tracking-Start von OsMoDroid habe ich die ersten Minuten minütlich eine Nachricht über jeden gesetzten Tracking Punkt erhalten. Im Laufe der Touren und in weniger gut abgedeckten Mobilfunkgebieten kamen die Benachrichtigungen teilweise in größeren Abständen, da offensichtlich nur eine schlechte oder keine Verbindung zum Server möglich war. Wie man diese Benachrichtigung abschalten oder die Intervalle vergrößern kann, habe ich bisher noch nicht raus gefunden. Meine Vermutung lag bei den Zeiten GPS-Aktualisierungseinstellungen, aber die Änderung der Zeiten brachte auch keine spürbare Abhilfe. Scheinbar wird über die Anzahl der Benachrichtungen auch der Arbeitsspeicher immer voller und das Smartphone in der gesamten Nutzung träger. So zumindest bei meinem Samsung Galaxy S5 Mini was schon einmal einen Absturz des Gerätes zur Folge hatte.



Desktop Einstellungen


Hier wäre es wünschenswert, wenn man die ungenutzten Trips in der Übersicht händisch löschen könnte. Gerade anfangs probiert man viel mit OsMoDroid aus und die unbrauchbaren Tracking-Schnipsel sind dann auch der Reihe nach unter Trips gelistet. Sicher Geschmackssache, aber der aufgeräumten Übersicht durchaus zuträglich.



OsmAnd


Der Aufruf der gespeicherten Tracks über die Ordnerstruktur im Smartphone ist umständlich gelößt. Hier wäre ein direkter Zugriff der über die App wesentlich komfortabler und vor allem schneller.




Unterm Strich


Für das Tracking bei ausreichender Mobilfunkabdeckung kann OsmoDroid eine Alternative zum SPOT sein. Der große Vorteil ist die völlig kostenfreie Nutzung! Man braucht kein zusätzliches Gerät kaufen, kann das vorhandene Smartphone nutzen und es entstehen keine Servicegebühren für das Online-Tracking. Da die meißten unter uns sowieso eine Flatrate vom Mobilfunkanbieter nutzen, entstehen durch den zusätzlichen Datenverkehr auch keine Kosten.

Das Menü ist teilweise etwas diffizil und die einzelnen Einstellungen gerade in den Unterfunktionen in ihrer Funktionsweise für mich nicht durchweg ganz klar. Davon abgesehen hat das Tracking ansich ohne Probleme funktioniert. Über den geteilten Link stimmte meine Position auf der Karte meißt sehr genau mit meiner tatsächlichen Position überein. Das hängt natürlich immer mit der momentanen Mobilfunkabdeckung zusammen. Bei schlechterem Netz wird der nächste Tracking-Punkt erst gesetzt, wenn die Verbindung zum Server wieder vorhanden ist.


Die Navigation über OsmAnd mit den detaillierten OSM-Karten bietet die Möglichkeit das Tracking über OsMoDroid direkt einzubinden und ist dabei (für die ersten 7 Karten Downloads) ebenfalls kostenlos. Man kann so das Tracking direkt aus der App heraus starten und spart sich das switchen zwischen zwei Apps. Für das aktuelle navigieren nicht von Belangen, aber das umständliche Abrufen der gespeicherten Tracks über die Ordnerstruktur des Smartphones gefällt mir nicht. Daher habe ich mich auch nicht tief gehend mit dem kompletten Funktionsumfang beschäftigt, da OsmAnd nur eine zusätzliche Option darstellt und für das ausschließliche Tracking nicht notwendig ist.

Wahrscheinlich bin ich über die Jahre auch schon zu sehr an das komfortable Navigieren mit Locus Map Pro gewöhnt, wobei ich erst mal bleibe. Die Tracks kann ich dort direkt importieren und aus der App heraus aufrufen, vielfältig teilen oder direkt auf Strava hoch laden. Die Karten von OSM nutze ich hier ebenfalls, was für mich definitiv das bessere Gesamtpaket für die Navigation darstellt, aber dafür halt nicht kostenlos ist.

Die Crux der App(s) ist der doch recht hohe Stromverbrauch. Per Powerbank oder Ersatzakku(s) könnte man so ein paar Tage überbrücken. Für das Tracking bei längeren Touren ist die Stromversorgung über einen Nabendynamo und leistungsstarkem Ladeadapter wie dem Forumslader sinnvoll. 

Die Dokumentation über sämtliche Einstellung der Apps mit ihren daraus resultierenden Funktionen und Messergebnissen sind nach meinem Verständnis dafür entstanden. Also bitte nicht darauf fest nageln, wenn ich einige Funktionen unvollständig beleuchtet oder übersehen habe. In dem Fall würde ich mich über hilfreiche Kommentare freuen, aber ihr könnt natürlich auch einfach so eure Meinung hinterlassen ;-  )

Ob und in wieweit ich (wir) OsMoDroid für das Tracking bei den kommenden Events einsetze(n), steht noch nicht fest. Ich möchte hier einfach mal zeigen, daß das Tracking nicht immer etwas kosten muß. Wenn eine Mobilfunkverbindung mit ausreichende Abdeckung und Flatrate vorhanden sind, sollte es auch in jedem Land funktionieren...

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